Teamfindung – wir sitzen alle in einem Boot

Teamfindung und Teamentwicklung

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in einem Team arbeiten, stehen mehr oder weniger alle vor den gleichen Herausforderungen und Belastungen. Zum einen verlangen die täglichen Aufgaben und Pflichten den ganzen Einsatz und eine hohe Konzentration. Zum anderen verlangt der Status eines Teams aber auch eine enge Zusammenarbeit – häufig gemeinsam mit Menschen, die man sich nicht ausgesucht hat. Natürlich treffen in jedem Team Personen aufeinander, deren Charakter nicht unterschiedlicher sein könnte. Extrovertiert trifft auf introvertiert, zurückhaltend trifft auf aufbrausend, ehrgeizig trifft auf genügsam. Meist kommen auch noch enge Zeitpläne und knappe Ressourcen dazu, die schon allein für sich ein entspanntes Miteinander sehr erschweren. Zwar eint die gemeinsame übergeordnete Aufgabe, jedoch hat jede und jeder Beteiligte eine ganz eigene Art entwickelt, wie und in welchem Arbeitsstil sie oder er dazu beiträgt.

Die Zwänge des Alltags

Selbst, wenn wir von der Annahme ausgehen, dass jeder im Team nicht nur an guten Ergebnissen, sondern auch an einem wertschätzenden und spannungsfreien Umgang interessiert ist, finden sich innerhalb der normalen Arbeitszeiten kaum Gelegenheiten, dieses gemeinsame Ziel im guten Kontakt miteinander zu verfolgen. Im Gegenteil, häufig genug führt der normale Arbeitsalltag mit seinen Engpässen, Missverständnissen und unvermeidlichen Fehlern eher zur Verschärfung der Lage, als dass man Zeit fände, die Unstimmigkeiten gemeinsam zu klären.

Teamentwicklung wird nötig

In jeder kleineren oder größeren Gruppe von Menschen, die viel miteinander zu tun hat, findet ständig und praktisch von selbst eine Art Beziehungsklärung zwischen den Teilnehmern statt. Je nach umgebender Kultur und eingesetzten Methoden kann dies zu einem Gleichgewicht der Kräfte, einer gewissen Homöostase führen. Wenn dafür allerdings kein passender Rahmen geschaffen werden kann, verlaufen diese Prozesse meist unbewusst und führen selten zu positiven Ergebnissen im Interesse des Teams wie auch der Teamführung. Als Folge entstehen häufig genug typische und bekannte Symptome wie

  • Koalitionsbildung zum Nachteil der Zusammenarbeit
  • „Flurfunk“ und unterschiedliche Informationsstände
  • Unausgesprochene Spannungen, nervliche Belastungen
  • Ausschluss einzelner von der Kommunikation bis hin zu Mobbing
  • Gehäufte Abwesenheiten, Krankmeldungen oder die innere Kündigung
  • Abnahme der Effektivität und Effizienz

Der lähmende Automatismus

Es muss betont werden, dass solche Entwicklungen nur in den seltensten Fällen Einzelnen angelastet werden können. Vielmehr habe ich in den vielen Jahren meiner Arbeit in der Teamfindung und Teamentwicklung festgestellt, dass hier häufig eine gewisse Art lähmender Automatismus zum Tragen kommt, der auch mit oft genannten Schlagworten wie „Leistungsdruck“, „Mangel an Kommunikation“ und „Revierverhalten“ allein nicht zu erklären ist. Vielmehr ist es das Zusammenspiel vieler menschlicher und wirtschaftlicher Faktoren im System „Team“ in seinem Umfeld, das nicht funktionieren kann, wenn es sich selbst überlassen wird.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Manchmal jedoch treffen wir im Arbeitsleben und im Bekanntenkreis auf Teams oder Gruppen, die trotz solch eines Automatismus fast reibungslos zusammenarbeiten und mit viel Spaß erfolgreich zu sein scheinen. Wenn wir uns solche Teams näher anschauen, finden wir immer, dass es besondere Umstände oder persönliche Einflüsse gibt, die gerade in dieser Gruppe entscheidend dazu beigetragen haben, dass die üblichen Störfaktoren nicht zum Zuge kommen. Damit meine ich nicht so fragwürdige Einflüsse wie „der gemeinsame Feind“ oder „die Unterordnung unter das große Ganze“. Es scheint vielmehr Faktoren für eine ganz natürliche Teamentwicklung zu geben, die sich beobachten und dann auch trainieren lassen.

Wirksamkeit der Teamfindung und Teamentwicklung

Das Geheimnis erfolgreicher Teams besteht wie auch der lähmende Automatismus im Zusammenspiel einer Reihe von Faktoren. Diese Faktoren sind tatsächlich fast alle erlernbar und können effektiv im Team eingesetzt werden. Eine Teamfindung und Teamentwicklung kann höchst wirkungsvoll dazu benutzt werden, die dafür grundlegenden Prozesse gemeinsam durchzuführen und die nötigen Fähigkeiten und Methoden zu erlernen und in der Anwendung zu erproben. Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Team-Leitung entwickeln in der Anwendung dieser Methoden während der Teamentwicklung einen neuen Rahmen und neue Ziele für das Team, die eine tragfähige Basis für die zukünftige Zusammenarbeit bilden.

Bestandteile und Methoden der Teamentwicklung

Die angesprochene Reihe der Faktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team finden Sie oben auf dieser Seite unter „Ziele“ und „Methoden“ aufgezählt. Natürlich kann es sich bei solch einer generellen Beschreibung eines Seminars zunächst immer nur um eine Aufzählung möglicher Ziele und Werkzeuge handeln. Schließlich steht jedes Team an einem ganz eigenen und speziellen Punkt seiner Entwicklung, den es zuerst zu entdecken und zu formulieren gilt, bevor mit der Arbeit begonnen werden kann. Ob wir dann gemeinsam bei einem Outdoor-Event in der freien Natur die unbedingte Verlässlichkeit aufeinander erkennen oder uns vordringlich die wichtigsten drei gemeinsamen Werte erarbeiten, ergibt sich ganz aus der Lage. Daher nimmt jede Teamfindung und jede Teamentwicklung einen ganz eigenen Weg, der sich jedoch immer innerhalb eines förderlichen und wertschätzenden Rahmens entwickelt.

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